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Strukturwandel

Was kommt nach der Braunkohle? Wie können die hochwertigen Arbeitsplätze in der Region gehalten und zugleich neue geschaffen werden? Und welche Rolle spielen Wissenschaft und Forschung in diesem Prozess, der die Identität der heutigen Braunkohle-Region rund um Jülich gravierend verändern wird?

Der Strukturwandel im Rheinischen Revier wirft eine ganze Reihe von Fragen auf und ist eine der zentralen gesellschaftlichen Herausforderungen nicht nur für die rheinische Braunkohle-Region, sondern für ganz Nordrhein-Westfalen. Um diese zu meistern, muss sich das Braunkohlerevier verändern. Dieser Strukturwandel hat bereits begonnen – und das Forschungszentrum hilft mit, ihn aktiv zu gestalten. Dabei kommt ihm seine exzellente wissenschaftliche Expertise ebenso zugute wie seine besondere Lage mitten im rheinischen Revier.

Der Strukturwandel wird die Region tiefgreifend verändern. Das Forschungszentrum Jülich hilft, diesen Wandel aktiv zu gestalten.Der Strukturwandel wird die Region tiefgreifend verändern. Das Forschungszentrum Jülich setzt sich dafür ein, diesen Wandel aktiv zu gestalten.
Copyright: Forschungszentrum Jülich / Sascha Kreklau

Seit dem Koalitionsvertrag der Bundesregierung Anfang 2018 steht fest: Der Ausstieg aus der Braunkohle wird konkret und soll auf Empfehlung der Kohlekommission bis spätestens 2038 bundesweit umgesetzt sein. Bis 2022 sollen bereits erste hiesige Kraftwerkblöcke vom Netz gehen. Das Forschungszentrum liegt mitten im Rheinischen Revier, einem der vier Braunkohle-Reviere Deutschlands. Als Wissensschmiede und großer Arbeitgeber der Region stellt sich das Forschungszentrum seiner Verantwortung, seinen Beitrag zu leisten, damit der Strukturwandel hier gelingen kann: Mithilfe wissenschaftlicher Innovationen in den drei Zukunftsfeldern Information, Energie und Bioökonomie will das Forschungszentrum dazu beitragen, neue Wertschöpfungsketten zu schaffen, mit denen hochwertige Arbeitsplätze in der Region erhalten bleiben und zugleich neue Jobs entstehen können.

Das Forschungszentrum agiert dabei im engen Schulterschluss mit vielen anderen Akteuren der Region und hat sich klar positioniert – erste große Projekte wurden erfolgreich auf den Weg gebracht: Mit dem BioökonomieREVIER, der Innovationsplattform iNEW und dem Hightech-Projekt NEUROTEC sind in der zweiten Jahreshälfte 2019 bereits drei Projekte im Sofortprogramm der Bundesregierung für den Strukturwandel gestartet und sollen möglichst verstetigt werden.

Zudem gibt es weitere Jülicher Ideen zur Unterstützung des Strukturwandels. In enger Abstimmung mit Bund und Land erarbeitet das Forschungszentrum derzeit ein Konzept für einen neuen Helmholtz-Cluster: Ziel soll es sein, das Rheinische Revier zu einer Innovations- und Demonstrationsregion für nachhaltige Wasserstoffwirtschaft zu machen. Darüber hinaus könnten zum Beispiel modernste Methoden der Künstlichen Intelligenz und der kognitiven Datenanalyse für regionale Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft zur Verfügung gestellt werden. Um Unternehmen dabei zu helfen, neue Technologien zur Entwicklung innovativer Werkstoffe voranzutreiben, ist wiederum die Infrastrukturplattform „ER-C 2.0“ angedacht. Und der Aufbau eines Innovationszentrums für angewandte Quantentechnologien könnte dabei helfen, Wissenschaft und Unternehmen in Sachen Forschung und Entwicklung zusammenzubringen. Helfen könnte bei alldem auch ein Transfer- und Konferenzzentrum als Ort des Dialogs für alle Akteure des Strukturwandels. All diese Beispiele zeigen: Das Forschungszentrum Jülich unterstützt den Wandel in der Region tatkräftig und voller Ideen.