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Systemanalyse: Das Energiesystem der Zukunft

Entscheidungen in der Energiewirtschaft, der Energiepolitik und der Forschungsförderung wirken sich über lange Zeiträume hinweg aus. Um die Chancen und Risiken neuer Technologien frühzeitig zu erkennen, modellieren Jülicher Systemanalytiker daher künftige Infrastrukturen – und binden dabei Wasserstofftechnologien ein.

Vergleichs-Szenario: Umstieg auf erneuerbare Energien mit Batterie und BrennstoffzelleVergleichs-Szenario: Umstieg auf erneuerbare Energien mit Batterie und Brennstoffzelle
Copyright: H2 MOBILITY / Forschungszentrum Jülich, Robinius et al.

Sollen zukünftig batteriebetriebene Elektroautos oder wasserstoffbetriebene Brennstoffzellenfahrzeuge über unsere Straßen rollen? Beide Technologien stehen derzeit noch am Anfang ihrer Markteinführung. Deshalb ist es wichtig, die Kosten der zukünftigen Infrastruktur frühzeitig abzuschätzen, um nicht in eine technologische Sackgasse zu geraten. Eine Studie der Jülicher Experten zeigt: Diese Kosten hängen stark davon ab, wie viele Fahrzeuge versorgt werden müssen. Ab mehreren Millionen Fahrzeugen ist der Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur günstiger. Beide Technologien sind notwendig, um die Verkehrswende erfolgreich zu meistern.
Pressemeldung "Batterie oder Brennstoffzelle?"

Energiestudie Szenario 95Copyright: Forschungszentrum Jülich

Die zweite Studie der Jülicher Systemanalytiker zeigt im Detail, wie der Umbau des deutschen Energiesystems effizient und wirtschaftlich vorteilhaft gestaltet werden kann: So muss etwa die Produktion der Windkraft- und Photovoltaikanlagen bedeutend gesteigert werden, und Wasserstoff wird zu einem bedeutenden Energieträger. Die Studie basiert auf einer neuartigen Familie von Computermodellen, die die gesamte deutsche Energieversorgung über alle Verbrauchssektoren hinweg abbildet, von der Energiequelle über alle denkbaren Pfade bis zur letztlich genutzten Energie, inklusive der Kosten.
Pressemeldung "Kostengünstige Wege zum klimaneutralen Energiesystem"

Für das zukünftige Energiesystem werden große Mengen an Wasserstoff benötigt. Es ist abzusehen, dass daher in Zukunft große Mengen an grünem Wasserstoff importiert werden. Im Rahmen vom BMBF-geförderten Projekt „H₂ POWER-AFRICA“ arbeitet das Forschungszentrum mit afrikanischen Partnern zusammen. Gemeinsam erforschen sie die Potenziale zur Erzeugung von grünem Wasserstoff im westlichen und südlichen Afrika, unter Berücksichtigung von lokalen Ressourcen und Energiebedarf.