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Institut für Neurowissenschaften und Medizin
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Kognitive Kontrolle

Kognitive Kontrolle ist ein zentraler Mechanismus um das eigene Verhalten steuern zu können, vor allem bei neuen oder ungeübten Handlungen. Sie wird hauptsächlich durch laterale und medial-frontale Hirnareale gesteuert. Vor allem für die Regulierung von verschiedenen Top-down Prozessen wie Planung, dem Wechseln zwischen verschiedenen Aufgaben oder der Unterdrückung gewohnheitsmäßiger Reaktionen wird kognitive Kontrolle benötigt. Insbesondere wird es dadurch ermöglicht, aus einer Auswahl möglicher alternativer Antworten die korrekte auszuwählen und diese Entscheidung anschließend zu bewerten.

Ein Aspekt der kognitiven Kontrolle ist die Inhibition von (ungewollten) motorischen Handlungen oder Bewegungen. Obwohl kognitive Kontrolle bei älteren Personen normalerweise beeinträchtigt ist, trifft dies nicht auf die motorische Inhibition zu. Dennoch zeigen ältere Probanden Defizite in bestimmten Bereichen der kognitiven Kontrolle, wie zum Beispiel bei der Fehlererkennung. Eine rezente Studie über Fehlerverarbeitung zeigte eine altersbedingte Verringerung der Amplitude der späten error positivity (Pe), verknüpft mit einer erhöhten Anzahl unerkannter Fehler. Dagegen war die frühe Fehlerverarbeitung, nachgewiesen durch die error-related negativity (ERN), auch bei älteren Probanden intakt (Niessen et al., 2017).



Kognitive Kontrolle


Abbildung. Topographische Darstellung der Hirnaktivität über Zeit bei einer motorischen Antwort (A) und bei korrekter Inhibition derselben (B).
 



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