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Institut für Neurowissenschaften und Medizin
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Apraxie

Apraxie ist eine Störung der motorischen Kognition, die häufig nach Schlaganfällen der linken Hemisphäre (LH) auftritt (Dovern et al., 2012). Sie beeinträchtigt die Imitation von Gesten, die pantomimische Darstellung des Gebrauchs von Gegenständen und Werkzeugen, aber auch den tatsächlichen zweckmäßigen Gebrauch dieser Gegenstände und Werkzeuge.

Forschung nach den neuronalen Grundlagen der Pantomime-Defizite hat ein überwiegend linkshemisphärisches fronto-parietales Netzwerk offenbart. Innerhalb dieses Netzwerks spielt der parietale Kortex eine entscheidende Rolle bei der Aktivierung entsprechender Motorschemata für den pantomimischen Objektgebrauch, während frontale Areale stärker bei der eigentlichen Ausführung der Pantomime beteiligt sind (Niessen et al., 2014).

Obwohl Apraxie einen relevanten Einfluss auf das Rehabilitationspotenzial der Patienten hat, ist bislang wenig über die Verbesserung apraktischer Defizite nach Schlaganfall sowie deren zugrundeliegende neuronale Korrelate bekannt. Eine aktuelle Studie deutet darauf hin, dass Patienten mit apraktischen Defiziten eine bessere Erholungsprognose haben, wenn ihre (anfänglichen) Beeinträchtigungen von Lesionen verursacht werden, die außerhalb des fronto-parietalen Praxis-Netzwerkes liegen (Kusch et al., 2018)

 


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