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Ausschreibender Bereich: IEK-6 Nukleare Entsorgung und Reaktorsicherheit
Kennziffer: 2021D-067

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Der Institutsbereich für Nukleare Entsorgung und Reaktorsicherheit (IEK-6) im Institut für Energie- und Klimaforschung des Forschungszentrums bearbeitet sicherheitsrelevante Fragestellungen der nuklearen Entsorgung und des Betriebs von Kernreaktoren, unter Berücksichtigung der beschlossenen Energiewende in Deutschland. Der Bereich "Nukleare Entsorgung" befasst sich mit angewandter Grundlagenforschung zum sicheren Umgang mit radioaktiven Abfällen und dem Verhalten von Abfallformen, Abfallgebinden und den geotechnischen Barrieresystemen in tiefengeologischen Endlagersystemen für radioaktive Abfälle, von dem atomaren Maßstab bis hin zum makroskopischen Systemverständnis. In diesem Zusammenhang untersuchen wir innovative Entsorgungsstrategien zur Behandlung und Entsorgung von radioaktiven Abfällen, insbesondere zur Abtrennung von langlebigen Actiniden.

Verstärken Sie diesen Bereich zum nächstmöglichen Zeitpunkt als

Doktorand (w/m/d) – Untersuchung und Weiterentwicklung von Extraktionsprozessen zur selektiven Abtrennung von Americium

Ihre Aufgaben:

Die wissenschaftliche Untersuchung und Weiterentwicklung von Extraktionsprozessen sowie der grundlegenden Chemie zur Abtrennung von Americium aus hochradioaktiven Abfällen wird international intensiv diskutiert. Im Rahmen eines BMWi-geförderten Projekts ist die Schaffung einer erweiterten, fundierten Wissens- und Entscheidungsbasis zu im Ausland präferierten alternativen Entsorgungsstrategien vorgesehen. Das Projekt fördert Aufbau, Weiterentwicklung und Erhalt der wissenschaftlich-technischen Kompetenz im Bereich der Nachwuchsförderung zur nuklearen Entsorgung in Deutschland. Im Rahmen dieses Projekts tragen Sie zur Klärung von Fragestellungen zu Untersuchungen der selektiven Abtrennung von Americium mittels Lösemittelextraktion bei:

  • Thermodynamische und kinetische Untersuchungen mit aussichtsreichen Extraktionssystemen
  • Anwendung moderner spektroskopischer Untersuchungsmethoden zur Strukturaufklärung der untersuchten Metallkomplexe
  • Entwicklung von Gleichgewichtsmodellen zur Prozessentwicklung
  • Stabilitätsuntersuchungen der Komplexbildner unter Einwirkung ionisierender Strahlung
  • Zusammenarbeit mit Projektpartnern zur atomistischen Modellierung
  • Wissenschaftliche Interpretation der Daten und Ergebnisse
  • Eigenständige Präsentation der Ergebnisse auf wissenschaftlichen Fachtagungen und in wissenschaftlichen Publikationen

Ihr Profil:

  • Abgeschlossenes Hochschulstudium (Master) der Naturwissenschaften, Chemie, Physik oder verwandter Disziplinen
  • Erfahrungen auf den Gebieten der Radiochemie, Analytik und Extraktionschemie
  • Praktische Erfahrungen mit Laborarbeit, sowie Bereitschaft und Fähigkeit zum Erlernen und Ausbau dieser Fähigkeiten sind unerlässlich
  • Erfahrungen im Umgang mit radioaktiven Stoffen und im Bereich der Abtrennung von Radionukliden sind wünschenswert
  • Erfahrungen in der Herstellung und Charakterisierung von metallorganischen Komplexen
  • Fähigkeit zur Mitarbeit in einem internationalen multidisziplinären Team
  • Bereitschaft zu nationalen und internationalen Dienstreisen
  • Große Motivation, die Promotion innerhalb von 3 Jahren abzuschließen
  • Sehr gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift

Unser Angebot:

Wir arbeiten an hochaktuellen gesellschaftlich relevanten Themen und bieten Ihnen die Möglichkeit, den Wandel aktiv mitzugestalten! Wir unterstützen Sie in Ihrer Arbeit durch:

  • Eine hervorragende wissenschaftliche und technische Infrastruktur – optimale Voraussetzungen für eine erfolgreiche Promotion
  • Eine hochmotivierte Arbeitsgruppe sowie ein internationales und interdisziplinäres Arbeitsumfeld in einer der größten Forschungseinrichtungen in Europa
  • Die Möglichkeit zur Teilnahme an (internationalen) Konferenzen und Projekttreffen
  • Eine kontinuierliche fachliche Betreuung durch erfahrene Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen
  • Eine Promotion an der RWTH Aachen (bei Vorliegen der Voraussetzungen)
  • Ein strukturiertes Promotionsprogramm für Sie und Ihre Betreuenden mit einem umfassenden Weiterbildungs- und Vernetzungsangebot über die Doktorandenplattform JuDocs https://www.fz-juelich.de/judocs

Wir bieten Ihnen in der Regel einen Vertrag für den Zeitraum von 3 Jahren mit der Möglichkeit einer längerfristigen Perspektive. Die Vergütung erfolgt analog der Entgeltgruppe 13 (bis zu 65%) des Tarifvertrags des öffentlichen Dienstes (TVöD-Bund) und zusätzlich 60 % eines Monatsgehaltes als Sonderzahlung („Weihnachtsgeld“). Informationen zur Promotion im Forschungszentrum Jülich inklusive der Standorte finden Sie hier http://www.fz-juelich.de/gp/Karriere_Docs

Das Forschungszentrum Jülich fördert Chancengerechtigkeit und Vielfalt.
Bewerbungen schwerbehinderter Menschen sind uns willkommen.