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Ausschreibender Bereich: IBG-3 - Agrosphäre
Kennziffer: 2020-022

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Das Institut für Bio- und Geowissenschaften – Institutsbereich Agrosphäre (IBG-3) trägt mit seinen Arbeiten zu einem verbesserten Verständnis hydrologischer und bio-geochemischer Prozesse in terrestrischen Systemen bei. Untersuchungen zum Verbleib und zum Verhalten anthropogener Stoffe sowie zur Aufklärung von Stoffaustauschprozessen im Kontinuum Boden-Pflanze-Atmosphäre und zu den Kreisläufen wichtiger Stoffe stehen dabei im Mittelpunkt. Mithilfe einer Kombination von Experiment, Modellierung und innovativen Beobachtungstechnologien sollen die vorhandenen Lücken zwischen kleinskaligem Prozessverständnis und regionalem Management geschlossen werden. Hierdurch werden Managementempfehlungen zur nachhaltigen und ressourcenschonenden Nutzung von Böden und Wasser auf naturwissenschaftlicher Basis ermöglicht und der Einfluss von Klima- und Landnutzungswandel auf terrestrische Systeme quantifizierbar. Der Geoverbund ABC/J ist das Netzwerk der Geowissenschaften in der Forschungsregion Aachen-Bonn-Cologne/Jülich. Unter seinem Dach kooperieren die geowissenschaftlichen Institute der RWTH Aachen University, der Universitäten Bonn und zu Köln sowie des Forschungszentrums Jülich. Er initiiert und begleitet standortübergreifende Forschungsprojekte, fördert den wissenschaftlichen Nachwuchs und setzt sich für den einfachen Zugang zu wissenschaftlicher Infrastruktur ein. ( http://www.geoverbund.de ).

Verstärken Sie diesen Bereich als

Postdoc (w/m/d) für die Koordination des Simulation Laboratory Terrestrial Systems im Rahmen des Geoverbundes ABC/J

Ihre Aufgaben:

Das Kompetenzzentrum High-Performance Scientific Computing in Terrestrial Systems (HPSC TerrSys) des Geoverbundes zielt auf den Einsatz von geowissenschaftlichen Modellen auf HPC Systeme und betreibt gemeinsam mit dem Jülich Supercomputing Centre (JSC) das Simulation Laboratory Terrestrial Systems (SimLab TerrSys). SimLabs dienen als Schnittstelle zwischen der simulationswissenschaftlichen Community und den HPC-Ressourcen am Jülich Supercomputing Centre, das eine der leistungsstärksten HPC-Infrastrukturen Europas betreibt. Am SimLab TerrSys wird geowissenschaftliches HPC zur Optimierung unseres Verständnisses und unserer Vorhersagen von geophysikalischen, hydrologischen, meteorologischen und bio-geochemischen Prozessen in terrestrischen Systemen betrieben. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Entwicklung und Anwendung hoch effizienter, paralleler Modellierungs-Tools, speziell für vollständig gekoppelte terrestrische Simulationsplattformen vom Grundwasser bis hin zur Atmosphäre. Darüber hinaus leistet es fachliche und technische Unterstützung für die GeowissenschaftlerInnen der ABC/J-Region bei der Umsetzung ihrer Forschungsarbeiten mit Hilfe der Supercomputer. ( http://www.hpsc-terrsys.de )

Ihre Aufgaben umfassen in diesem Bereich:

  • Koordination und aktive Mitarbeit im Service sowie in der Betreuung des HPSC sowie Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten im SimLab TerrSys
  • Enge Zusammenarbeit mit HPSC TerrSys, JSC und anderen SimLabs in der Abteilung Computational Science mit den Querschnittsgruppen des JSC (z. B. Leistungsanalyse, Anwendungsoptimierung, Visualisierung)
  • Förderung der Kommunikation zwischen allen HPC-Aktivitäten und den Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen im Geoverbund ABC/J sowie der disziplinübergreifenden Forschung zwischen HPSC und den Geowissenschaften
  • Mitarbeit in bestehenden Arbeiten, z. B. echtzeitnahe, vollständig gekoppelte, höchstauflösende Vorhersagen, Klimawandelsimulationen bis hin zur kontinentalen Skala sowie Erforschung von Wasserkreislaufprozessen, Land-Atmosphäre-Kopplung und Grundwasser-Hydrodynamik, als Teil von nationalen und internationalen Projekten und Kollaborationen
  • Aufbau, Entwicklung und Erweiterung von neuer sowie bestehender paralleler wissenschaftlicher Software-Tools und Prozessketten, mit Hauptaugenmerk auf zweiseitiger Kopplung bei hochauflösenden Untergrund-Landoberfläche-Atmosphäre-Simulationsplattformen wie der Terrestrial Systems Modelling Platform (www.terrsysmp.org); HPSC-Aspekte umfassen z. B. effiziente Hybrid-Parallelisierungen, Verwendung von Beschleunigern, wissenschaftliche Visualisierung und zukünftige Exascale-Anwendungen
  • Beiträge zur Lösung der Big-Data-Herausforderungen in den Geowissenschaften sowie Anwendung und Weiterentwicklung von Datenassimilationstechniken und Datensynthese-Ansätzen; Verarbeitung einer breiten Palette an in-situ- und Fernerkundungs-Messungen
  • Testen und Verwendung der neuesten (JSC-) HPC-Systeme (inkl. heterogener Architekturen) für eine große Bandbreite an Verwendungs-Szenarien und numerischen Experimenten, darunter Portierung, Profiling und Tuning; Entwicklung von Standard-Implementierungen, optimalen Anwendungsfällen; Code-Wartung; Entwicklungen hin zu Petascale-Anwendungen


Bei fachlichen Rückfragen zu der Position wenden Sie sich bitte an den wissenschaftlichen Direktor des HPSC TerrSys.

Ihr Profil:

  • Abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium mit anschließender Promotion in einer geowissenschaftlichen Disziplin, Informatik, Physik, Ingenieurswissenschaften, angewandter Mathematik oder ähnlichen Fachrichtung sowie mindestens zwei Jahre Erfahrung als Postdoc und entsprechende wissenschaftliche Publikationen
  • Kenntnisse in den Bereichen Meteorologie, Hydrologie, numerische Methoden und besonders Modellierung von Flüssen an den Grenzflächen von Kompartimenten sind wünschenswert
  • Erfahrung mit HPC und Modellierung, vorzugsweise im Bereich Geowissenschaften (z. B. Atmosphäre, Hydrologie, Ozean, Vegetation oder bio-geochemische Kreisläufe)
  • Nachweisbare Erfahrung in den Bereichen Portierung, Profiling und Tuning von Simulationscode; Affinität zu verschiedenen Aspekten des Höchstleistungsrechnens
  • Nachweisbare Kompetenzen im Bereich der (parallelen) Programmierung mit FORTRAN und/oder C/C++ und idealerweise auch Python unter Linux; Erfahrung mit professioneller Software-Entwicklung
  • Fähigkeit zu selbstständiger aber auch kollaborativer Arbeit in einem internationalen, interdisziplinären Team über Institutsgrenzen hinweg; Erfahrung in der Betreuung von Forschungsprojekten und technischen Mitarbeitern/innen
  • Erfahrung in der wissenschaftlichen Projekt-Akquise und -Koordination
  • sehr gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift

Unser Angebot:

  • Hauptarbeitsort wird am JSC auf dem Campus des Forschungszentrums Jülich sein, in einem lebendigen, internationalen und interdisziplinären Arbeitsumfeld, günstig gelegen im Städtedreieck Köln-Düsseldorf-Aachen
  • Teilnahme an nationalen und internationalen Konferenzen und Workshops
  • Möglichkeit zur wissenschaftlichen und technischen Weiterbildung durch internationale Experten
  • Attraktive Gleitzeitgestaltung und vielfältige Angebote zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie
  • Eine zunächst auf 2 Jahre befristete Stelle mit der Möglichkeit einer längerfristigen Perspektive
  • Die Möglichkeit zur `vollzeitnahen` Teilzeitbeschäftigung
  • Vergütung und Sozialleistungen nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD-Bund)


Das Forschungszentrum Jülich möchte mehr Mitarbeiterinnen in diesem Bereich beschäftigen. Wir sind daher an der Bewerbung von Frauen besonders interessiert.

Bewerbungen schwerbehinderter Menschen sind uns willkommen.

Zusatzinformationen

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung bis zum 04.03.2020 über unser
Online-Bewerbungsportal!

Fragen zur Ausschreibung?
Kontaktieren Sie uns gerne unter Angabe der Kennziffer 2020-022: karriere@fz-juelich.de
Bitte beachten Sie, dass aus technischen Gründen keine Bewerbungen per E-Mail angenommen werden können.