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Jülicher Expertise bei der „Woche der Umwelt“

Jülich, 8. Juni 2021 – Moderne Pflanzenforschung, die Bioökonomie der Zukunft und nachhaltige Gebäudehüllen, die Schadstoffe aus der Luft filtern: Mit diesen Themen ist das Forschungszentrum Jülich bei der diesjährigen "Woche der Umwelt" (WdU) präsent. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier lädt dazu am 10. und 11. Juni in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) in seinen Berliner Amtssitz ein. Wegen der Corona-Pandemie findet die Veranstaltung teils in Präsenz im Park von Schloss Bellevue, teils digital statt. So bieten die von einer Fachjury ausgewählten rund 150 Ausstellenden auf speziellen Webseiten Bild-, Text- und Tonmaterial an, das zum Stöbern und zur Spurensuche nach Wegen in eine nachhaltige Zukunft einlädt. Veranstaltungen vor Ort können live gestreamt werden.

Unter dem Dach des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Titel "Mit innovativer Forschung Ressourcen nachhaltig nutzen – über und unter der Erde" gibt das Jülicher Institut für Pflanzenwissenschaften Einblick in die moderne Pflanzenforschung und ihre Rolle in der Bioökonomie. Der Klimawandel erfordert, dass sich Pflanzen als Quelle für Lebensmittel und andere Produkte an neue Umweltbedingungen anpassen. Eine Strategie, die landwirtschaftliche Produktion nachhaltig zu steigern und zu sichern, ist die Züchtung widerstandsfähiger Nutzpflanzen. In Jülich arbeiten Forschende an neuen Methoden, um Pflanzensorten zu identifizieren, die unter wechselnden Umweltbedingungen besonders robust sind und möglichst hohe Erträge erzielen.

Woche der UmweltModerne Pflanzenforschung: nicht- invasive Vermessung von Wurzeln und Blättern
Copyright: Forschungszentrum Jülich / Kerstin Nagel

Das Rheinische Revier als Modellregion für nachhaltiges, biobasiertes Wirtschaften – das ist die Idee hinter der Strukturwandel-Initiative "BioökonomieRevier", die von Jülicher Forschenden koordiniert wird, ebenfalls aus dem Institut für Pflanzenwissenschaften. Gemeinsam mit den Unternehmen, der Landwirtschaft, Kommunen und der Zivilgesellschaft soll sich eine ganze Region wandeln: Statt Kohle dienen hier zukünftig biobasierte Rohstoffe, zum Beispiel aus Pflanzen oder Mikroorganismen, als nachhaltige und ressourcenschonende Basis für eine Kreislaufwirtschaft. Der von Jülich koordinierte Forschungsverbund Bioeconomy Science Center (BioSC) bündelt bereits wichtige Themenfelder aus Forschung, Technologie und Ausbildung und liefert u.a. die wissenschaftliche Basis für die Entwicklung und Einführung bioökonomischer Wertschöpfungskonzepte.

"Smart Urban Skin - Nachhaltige Gebäudehüllen aus dem Rheinischen Revier" ist der Name eines weiteren Forschungsprojekts mit Jülicher Beteiligung, das bei der "Woche der Umwelt" im Zeichen von "Green Deal Textil" vorgestellt wird. Dabei geht es um eine neue Generation von Gebäudefassaden: Fassaden, die den Energieverbrauch und CO2-Emissionen von Gebäuden massiv senken, die Luft von Schadstoffen befreien, zu einem gesünderen Leben beitragen und Strom aus Sonnenlicht regenerativ erzeugen können. Die wissenschaftliche Expertise für "Smart Urban Skin" kommt unter anderem aus dem Jülicher Institut für Energie- und Klimaforschung.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eröffnet die "Woche der Umwelt" am Donnerstag, 10. Juni, um 11 Uhr; Grußworte sprechen anschließend EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und der US-Klimaschutzbeauftragte und frühere US-Außenminister John Kerry. Gegen 12 Uhr startet das zweitägige Programm auf einer Hauptbühne im Park von Schloss Bellevue sowie in digitalen Fachforen. Sowohl die Diskussionsrunden auf der Hauptbühne als auch der Fachforen können live per Stream verfolgt werden.

Weitere Informationen:
Website der „Woche der Umwelt“

Die Jülicher Forschung bei der "Woche der Umwelt":
Moderne Pflanzenforschung
"BioökonomieRevier"
Video Projekt "Smart Urban Skin"

Institut für Bio- und Geowissenschaften, Bereich Pflanzenwissenschaften (IBG-2)
Institut für Energie- und Klimaforschung, Bereich Troposphäre (IEK-8)
Institut für Energie- und Klimaforschung, Bereich Werkstoffsynthese und Herstellungsverfahren (IEK-1)

Pressekontakt:
Erhard Zeiss, Pressereferent
Tel.: 02461-61-1841
E-Mail: e.zeiss@fz-juelich.de