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Jülicher Pflanzenforschung am Konsortium „DataPLANT“ beteiligt

Jülich, 23. Oktober 2020 – Das Jülicher Institut für Bioinformatik unter Leitung von Prof. Björn Usadel ist an dem neuen Forschungsverbund "DataPLANT" beteiligt. Das Konsortium ist eines von insgesamt neun der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur-Initiative (NFDI), die sich mit der systematischen Erschließung, nachhaltigen Sicherung und Zugänglichkeit der Datenbestände von Wissenschaft und Forschung sowie der (inter-)nationalen Vernetzung befasst. "DataPLANT" soll eine Service- und Dateninfrastruktur entwickeln, mit der die moderne Pflanzenforschung große Datenmengen erfassen und bereitstellen kann. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das Konsortium initial für fünf Jahre mit rund 10 Millionen Euro.

Erforscht werden zum einen die molekularen Grundlagen, die Wachstum, den Ernteertrag und die Biomasseproduktion von Pflanzen bestimmen. Andere multidisziplinäre Forschungsbereiche sind die Anpassung an wechselnde Umweltbedingungen, die Wirkung genetischer und (bio-)chemischer Veränderungen von Pflanzen sowie die natürlichen genetische Vielfalt und ihre Evolution. Dabei werden große, komplexe und umfassende Datenmengen erzeugt, die in Datenbanken und durch Visualisierungen verwaltet, verknüpft und interpretierbar gemacht werden müssen. Ein effektives Forschungsdatenmanagement zur Erhebung, zum Austausch und zur Verarbeitung von Forschungsdaten ist dabei essenziell.

Für eine effiziente Standardisierung im Hinblick auf die Kontrolle der Datenqualität sowie die Kompatibilität von Daten und Arbeitsabläufen ist eine integrative Lösung erforderlich. Dabei sollen Daten nach den sogenannten FAIR-Prinzipien auffindbar, also zugänglich, interoperabel und wiederverwendbar sein. Deshalb wird mit "DataPLANT" eine kollaborative Dateninfra- und Servicestruktur für die moderne Pflanzenforschung aufgebaut, um Forschungsdaten nach den FAIR-Prinzipien mit minimalem Zusatzaufwand zu kontextualisieren und den gesamten Forschungszyklus in der modernen Pflanzenbiologie zu unterstützen. Das Konsortium ermöglicht somit den Austausch interdisziplinärer Sachkenntnis und die Verknüpfung unterschiedlicher analytischer Ergebnisse und treibt den digitalen Wandel und die Demokratisierung der Forschungsdaten im Bereich der Pflanzenforschung auf nationaler Ebene voran. Damit wird Fortschritt in der Pflanzenforschung für Nahrungssicherheit, Ressourceneffizienz, Biomasseproduktion und Bioökonomie stimuliert und unterstützt.

Björn Usadel ist einer der Co-Sprecher von "DataPLANT". Schwerpunkte am Standort Jülich werden die Entwicklung der geplanten Pflanzenforschungs-(Meta-)Datenstandards, die Sicherstellung einer Datenqualität unter Einbezug der Vollständigkeit der Metadaten sowie die Interoperabilität zur Gewährleistung der (Wieder-)Verwendbarkeit der Forschungsdaten sein.

Weitere Informationen:
Institut für Bio- und Geowissenschaften, Bereich Bioinformatik (IBG-4)
DataPLANT
Nationale Forschungsdateninfrastruktur

Ansprechpartner:
Prof. Björn Usadel
Direktor am Institut für Bioinformatik (IBG-4)
Leiter Institute for Biological Data Science
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Tel.: 02461 61-85881

E-Mail: b.usadel@fz-juelich.de

Pressekontakt:
Erhard Zeiss, Pressereferent
Tel.: 02461 61-1841
E-Mail: e.zeiss@fz-juelich.de