Wandel gestalten. Die Verantwortung der Wissenschaft für einen gelingenden Strukturwandel

Der Strukturwandel im Rheinischen Revier ist eine der zentralen gesellschaftlichen Herausforderungen – nicht nur für die rheinische Braunkohle-Region, sondern für ganz Nordrhein-Westfalen. Das Forschungszentrum Jülich möchte zur erfolgreichen Gestaltung dieses Wandels einen wichtigen Beitrag leisten.

Da ist mehr drin!

Sind alle Paprika gepflückt, bleibt für Blätter und Stängel nur der Komposthaufen. Das muss nicht sein, finden Forscherinnen und Forscher aus Jülich, Aachen und Bonn. Sie untersuchen, ob sich aus den ungenutzten Pflanzenresten wertvolle Stoffe für die Medizin, Kosmetik- und die Lebensmittelindustrie gewinnen lassen.

Neues Modell zur Entstehung von Planeten

Interstellare Objekte in Wolkenkratzergröße, wie der vor zwei Jahren entdeckte Oumuamua, könnten neuen Sternensystemen helfen, schnell Planeten zu bilden. Das zeigt eine neue Studie des Jülich Supercomputing Centre (JSC) und der Queens University Belfast. Wahrscheinlich driften Myriaden solcher Asteroiden durch unsere Milchstraße.

Hightech-Werkstoff im Salzmantel

MAX-Phasen gelten als Material der Zukunft. Ein neues Verfahren von Wissenschaftlern des Forschungszentrums Jülich macht es nun erstmals möglich, die begehrte Werkstoffklasse im industriellen Maßstab herzustellen. Dabei setzen die Forscher auf einen so einfachen wie genialen Trick: Ein Mantel aus Salz schützt das Ausgangsmaterial.

Ja, es ist wichtig

Ein internationales Team von Neurowissenschaftlerinnen und Neurowissenschaftlern hat Belege geschlechtsspezifischer Verzerrung in ihrem Fachgebiet aufgearbeitet. Ihre Ergebnisse – zusammen mit Lösungsvorschlägen auf verschiedenen Ebenen – sind nun im European Journal of Neuroscience veröffentlicht worden. Führende Neurowissenschaftler unterstützen den Aufsatz und haben ihn unterzeichnet.

Neue Himmelskarte veröffentlicht

Ein internationales Team von mehr als 200 Astronominnen und Astronomen aus 18 Ländern hat erste Karten einer Himmelsdurchmusterung von bisher unerreichter Empfindlichkeit mit dem Radioteleskop "Low Frequency Array" (LOFAR) veröffentlicht. Die Karte enthüllt Hunderttausende unbekannter Galaxien und wirft ein neues Licht auf Forschungsgebiete wie Schwarze Löcher, interstellare Magnetfelder und Galaxienhaufen.

Stickoxid-Rechner des Forschungszentrums Jülich

Wissenschaftler des FZ Jülich haben einen Stickoxid-Rechner vorgestellt, mit dem man die Stickoxid-Belastung an jeder deutschen Messstelle im zeitlichen Verlauf ganz selbst herausfinden kann. Das Online-Tool ist frei zugänglich und nutzt die offiziellen Messwerte des Umweltbundesamts.

Blätterfunktion

Wie Gletscher gleiten

Der Jülicher Physiker Bo Persson hat eine Theorie zum Gleiten von Gletschereis auf felsigem Boden vorgestellt. Glaziologen könnten mit ihr jene Computermodelle verbessern, mit denen sie das Fließtempo und das Abschmelzen der Gletscher vorhersagen. Dies ist wichtig um abzusehen, wie sich künftig der Klimawandel auf Gletscher und Meeresspiegel auswirken wird.